Orð dagsins – Wort des Tages

Sumarið er komið! Badeklamotten braucht man in Island aber nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr:

sundskýla (f./-u, -ur) – Badehose
sundbolur (m./-, -s, -ir) – Badeanzug
bikiní (n./-i, -s, -) – Bikini
sundbuxur (f.pl.) – Badeshorts

Hann er í gulri sundskýlu. (Er hat eine gelbe Badehose an.)
Hún er í fínum sundbol . (Sie trägt einen schönen Badeanzug.)
Hún er í fallegu bikiníi. (Sie hat einen schönen Bikini an.)
Flestir strákar eru í of stórum og síðum sundbuxum. (Die meisten Jungen tragen zu große und lange Badeshorts.)

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Orð dagsins – Wort des Tages

Was verbinden die meisten mit dem Sommer? Ich glaube, es werden wohl die Ferien sein:

frí (n./-i, -s, -) – Ferien, Urlaub

Aussprache: [friː]

Beachte, dass wir im Deutschen ‚Ferien‘ im Plural verwenden. Im Isländischen wird es im Singular gebraucht. Hier ein paar nützliche Wortverbindungen:

að vera í fríi – in den Ferien sein
að fara í frí – in den Urlaub fahren
að komast í frí – etwa: den Urlaub antreten
að taka sér frí – sich frei nehmen
að gefa e-m frí – jdm. frei geben
að eiga frí – frei haben

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Orð dagsins – Wort des Tages

In dieser Woche ist das Vokabular sommerlich. Nachdem wir gestern das Wort sumar etwas genauer betrachtet haben, wollen wir es heute in Zeitangaben nutzen:

im vergangenen, jetzigen oder kommenden Sommer:
Í sumar ætla ég að fara til Íslands. (Diesen Sommer werde ich nach Island fahren.)
Í sumar fór ég ekki til Spánar. (Diesen Sommer bin ich nicht nach Spanien gefahren.)

im Sommer des Vorjahres:
Í fyrrasumar gifti ég mig. (Im letzten Sommer habe ich geheiratet)

im nächsten Sommer:
Næsta sumar vil ég koma aftur til Íslands. (Im nächsten Sommer will ich wieder nach Island.)

in allen Sommern:
Á sumrin er of heitt í Þýskalandi. (Im Sommer ist es (immer) zu heiß in Deutschland.)

im Sommer eines bestimmten Jahres:
Sumarið 2009 fór ég til Ísland í fyrsta sinn. (Im Sommer 2009 fuhr ich das erste Mal nach Island.)

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Orð dagsins – Wort des Tages

Der Sommer in Deutschland ist da, auch wenn er uns gleich etwas zu sehr mit der letzten hitabylgja geplagt hat. Der Anlass ist nun gekommen, um das Vokabular für den Sommerurlaub etwas aufzufrischen. In den nächsten Tagen wird es täglich ein sommerliches Wort des Tages geben.

sumar (n./sumri, -s, sumur) – Sommer

Flexion: sumar ist ein endungsloses Neutrum. Wenn wir eine vokalische Flexionsendung anhängen (sogar im Plur. den Artikel) kommt es zum Schwund des unbetonten Stammvokals (im Sing. a und im Plur. u).

eintala

fleirtala

án greinis

með greini

án greinis

með greini

nf.

sumar sumarið sumur sumrin

þf.

sumar sumarið sumur sumrin

þgf.

sumri sumrinu sumrum sumrunum

ef.

sumars sumarsins sumra sumranna

Wie sagt man eigentlich auf Isländisch, dass der Sommer da ist?

Sumarið er komið. (Der Sommer ist da.)
Sumarið er gengið í garð. (Der Sommer ist da.)
Sumarið heilsar með sólskini og blíðu. (Der Sommer grüßt mit Sonnenschein und schönem Wetter.)
Sumarið er í algleymingi. (Der Sommer läuft auf Hochtouren.)

Wie benutzt man sumar denn als Zeitangabe (z.B. „im Sommer“, „diesen Sommer“ usw.)? Das erfahren wir morgen.

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Orð dagsins – Wort des Tages

Nach der superheißen hitabylgja, die sich als andskotans hiti herausstellte, und einem Besuch am strönd (vgl. die letzten Wörter des Tages) kam gestern Nacht dann die ersehnte Abkühlung.
Was sagt man eigentlich auf Isländisch, dass es sich abgekühlt hat?

að kólna (a) – sich abkühlen, kühler/kälter werden

Það kólnaði eftir rigninguna í nótt. (Nach dem Regen heute Nacht wurde es kühler.)
Það er farið að kólna úti. (Es ist draußen kühler geworden.)

Das Verb kann auch unpersönlich gebraucht werden, d.h. das Subjekt steht nicht im Nominativ:
Mér kólnar. = Mér verður kalt. (Mir wird kalt.)

Aussprache: [kʰoulna]

Synonyme: að verða kalt/kaldara

Antonyme: að hlýna (a) – wärmer werden, að hitna (a) – heißer werden

verwandte Wörter: kólnun (f./-ar, ÷) – Abkühlung, Temperatursturz, kólnaður – abgekühlt, kulnaður – erloschen (z.B. Feuer, Vulkan, Liebe, Freundschaft), að kulna (a)  – erlöschen

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Orð dagsins – Wort des Tages

Den dritten Tag in Folge haben wir diese verfluchte Hitze. Da wünscht man sich doch gleich nach Island, wo der Sommer mit angenehmen Wohlfühltemperaturen überzeugt. Wie können wir uns auf Isländisch über diese Hitze in Deutschland beklagen? Hier einige Vorschläge:

gemäßigte Ausdrucksweise:
Ég er orðin/n mjög þreytt/ur á þessum hita. (Ich bin dieser Hitze müde geworden.)

…schon etwas bestimmender:
Þessi hiti fer í taugarnar á mér. (Diese Hitze geht mir auf die Nerven.)

…und hier etwas derber:
Ég hef fengið nóg af þessum andskotans hita. (Ich habe nun genug von dieser verfluchten Hitze.)
Ég hef svitnað nógu mikið í þessum helvítis hita. (Ich habe nun genug in dieser verdammten Hitze geschwitzt.)
Ég gæti gubbað yfir þessum hita. (Diese Hitze kotzt mich an.)

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Orð dagsins – Wort des Tages

Es ist immer noch brütend heiß in Deutschland. Eine „hitabylgja“ (gestriges Wort des Tages) plagt uns. Da hilft nur eins: Abkühlung.
Wo geht das besser als am Strand?

strönd (f./strandar, strendur) – Strand, Küste

Í svona hita er best að fara niður á strönd. (Bei so einer Hitze ist es am besten, an den Strand zu gehen.)
Eigum við ekki að ganga eftir ströndinni? (Wollen wir nicht am Strand entlang spazieren?)

New York er á austurströnd Bandaríkjanna. (New York liegt an der Ostküste der USA.)

Aussprache: [strœnt]

Flexion: Die Flexion weicht von bekannten Mustern ab. Werft mal einen Blick drauf:

eintala

fleirtala

án greinis

með greini

án greinis

með greini

nf.

strönd ströndin strendur strendurnar

þf.

strönd ströndina strendur strendurnar

þgf.

strönd ströndinni ströndum ströndunum

ef.

strandar strandarinnar stranda strandanna

 

Synonyme: bakki (m./-a, -ar) (Ufer)

verwandte Wörter: að stranda (a) – stranden, sandströnd – Sandstrand, baðströnd – Badestrand

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Orð dagsins – Wort des Tages

Passend zum heutigen Wetter in Deutschland gibt es ein neues Wort des Tages:

hitabylgja (f./-u, -ur) – Hitzewelle

Veðurstofan spáir hitabylgju víða um land um helgina. (Für das Wochenende sagt das Wetteramt eine landesweite Hitzwelle voraus.)
Ykkur er ráðlagt að drekka sem mest af vatni í svona hitabylgju. (Euch wird geraten, so viel wie möglich Wasser bei so einer Hitzewelle zu trinken.)

Aussprache: [hɪːtapɪlca]

Zusammensetzung: Das Wort setzt sich zusammen aus dem Genitiv Singular von hiti (Hitze) und dem Nominativ Singular von bylgja (Welle). Da bylgja weiblich ist, ist es hitabylgja auch.

verwandte Wörter: hiti (m./-a, -ar) – Hitze, heitur – heiß, að hita (a) e-ð – etw. erwärmen, aufwärmen, beheizen

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Orð dagsins – Wort des Tages

ákvörðun (f./-ar, ákvarðanir) – Entscheidung

Hjónin tóku ákvörðunina um að flytja til Íslands. (Das Ehepaar traf die Entscheidung, nach Island zu ziehen.)
Hann stendur fast við ákvörðun sína. (Er steht fest zu seiner Entscheidung.)
Þetta er (löngu) tímabær ákvörðun. (Das ist ein (längst) überfällige Entscheidung.)
Ákvörðunin var ótímabær. (Die Entscheidung war verfrüht.)

Aussprache: [auːkʰvœrðʏn]

Synonyme: úrskurður (m./-i, -ar, -ir)  (juristisch)

verwandte Wörter: að ákveða e-ð – etw. entscheiden, ákveðinn – entschieden, beschlossen, ákvæði (n./-i, -s, -) – Bestimmung, Klausel

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Lextra Sprachkurs Plus: Isländisch

Im Oktober 2012 ist bei Cornelsen ein Buch mit dem gleichen Titel und Inhalt, jedoch mit einem anderen Cover erschienen. Die folgende Kurzrezension bezieht sich auf das Buch, das 2013 noch einLextra Sprachkurs Plus Isländischmal herausgegeben wurde. Bereits 2013 haben Fachkollegen und ich eine Rezension zu diesem Lehrbuch im Online-Magazin Alliteratur veröffentlicht. Deswegen folgt hier nur eine Kurzresension. Ein genaues Urteil ist zu lesen unter: http://www.alliteratus.com/pdf/ns_spr_islaendisch_corn.pdf

Titel: Lextra Sprachkurs Plus: Isländisch (aus dem Englischen übersetzt, Originaltitel: Teach Yourself Icelandic)
Autor: Hildur Jónsdóttir (engl. Ausgabe)

Gliederung:
Das Buch besteht aus 16 Kapiteln mit jeweils 2-4 (sehr) kurzen Dialogen, Vokabelliste, Grammatik und Übungen. Im Anhang befindet sich nochmals eine Kurzgrammatik und ein Vokabelverzeichnis isl.-dt. und dt.-isl.

Niveau:
Laut Angaben des Verlages soll man nach Durcharbeitung des Buches ein Sprachniveau von A2 nach dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen erreicht haben. Mehr ist meiner Meinung nach wirklich nicht zu erwarten.

Inhalt:
Man versucht dem Lernenden mit den Dialogen das Isländische praxisnah näher zu bringen. Leider sind diese Dialoge viel zu kurz, um eine dauerhafte sprachliche Kompetenz aufzubauen. Die Vokabellisten sind chaotisch und nicht einheitlich erstellt. Mal steht ein Infintiv, mal eine konjugierte Verbform. Im Allgemeinen ist immer sehr viel (deutscher) Text auf einer Seite. Die Überschriften sind teilweise etwas unübersichtlich angelegt. Am Ende jedes Kapitels gibt es eine Zusammenfassung, damit der Lernende allles auf einen Blick hat. Einen Überblick bekommt er jedoch nicht. Statt übersichtlicher Tabellen erwartet dem Lernenden hier ein enger Fließtext, der mit allem Überfluss auch noch mit einigen sprachlichen Fehlern gespickt ist. Die hohe Fehlerzahl in diesem Buch ist im Allgemeinen ein großes Problem. Der Hinweis darauf erreichte dem Verlag noch weit vor Erscheinen der 2. Auflage. Eine Reaktion kam nie. Anscheinend ist die Abnehmerschaft zu gering, um sich ernsthaft mit solchen Problemen zu beschäftigen. Die paar wenigen Leute kaufen es ja auch mit Fehlern. Dabei spreche ich nicht von kleinen Flüchtigkeitsfehlern, sondern von groben und sich wiederholenden Fehlern. Teilweise wird Grammatik komplett falsch erklärt, weil stur aus dem Englischen übersetzt wurde, ohne auf die Gemeinsamkeiten von Deutsch und Isländisch Rücksicht zu nehmen. Flexionstabellen sind teils falsch, Konjugationsendungen bei Verben fehlen oder isländische Buchstaben wie ð oder æ werden als d oder ae wiedergegeben. Teilsweise stehen die Lösungen schon in den Übungen, jedoch falsch. Für ein Selbstlernbuch hat es sowieso viel zu wenig Übungen. Die meisten Übungen betstehen daraus, die Floskeln des Dialogtextes nachzuplabbern. Im Anhang sind die Lösungen für die Übungen. Aber aufgepasst, hier lauern ebenfalls viele sprachliche Fehler.

Extras:
Dem Buch ist ein 32-seitiger Sprachführer mit den wichtigsten Vokabeln und Redewendungen beigelegt. Hier stehen aber keinesfalls die wichtigsten Wörter für einen Islandurlaub. Bahnhöfe und Züge gibt es z.B. auf Island überhaupt nicht, genauso wenig wie U-Bahnen. Abgesehen von den unzähligen Fehlern sind die meisten Adjektive nur in der weiblichen Form angegeben. Männer sollen sich wohl hier lächerlich machen?!? Das zeugt einmal mehr, dass hier nach dem Schema F gearbeitet wurde, ohne das Konzept des Buches auf die Zielsprache anzupassen. Weiterhin gibt es noch eine Audio-CD mit den Dialogen.

Fazit:
Das Buch ist ein netter Bildband. Anscheinend hat man darauf seinen Augenwerk gelegt. Aber vom schönen Cover sollte man sich nicht täuschen lassen. Ich als Isländischlehrer würde das Buch nicht in meinem Unterricht verwenden. Dazu ist es viel zu chaotisch und bietet nicht genug Textmaterial, damit meine Schüler ihren Wortschatz erweitern können. Außerdem wäre ich pausenlos dabei, mit den Schülern die vielen Fehler zu korrigieren. Das spricht nicht gerade für Vertrauen. Weder zu dem Buch noch zu mir, da ich es ja ausgewählt hätte. Selbstlernern rate ich auch eher ab, da hier wie gesagt auch viele falsche Erklärungen gemacht werden. Ich habe den Eindruck, dass in der Lextra-Reihe versucht wird, jede Sprache in das Schema F zu pressen. Es muss schnell gearbeitet werden, wodurch natürlich Fehler und Ungenauigkeiten entstehen. Die isländische Sprache ist viel zu komplex, um sie so oberflächlich in den Kapiteln zu beahandeln. Man hat hier zwar versucht, die Hauptaspekte der Grammatik aufzuzeigen, der Lernende wird sie jedoch nach der Durcharbeitung dieses Buches nicht aktiv beherrschen. Dafür fehlt einfach die Anwendung im Übungsteil. Kurzfazit: Finger weg!

Eine detaillierte Auflistung aller bis dato gefundenen Fehler findet ihr unter: http://www.alliteratus.com/pdf/ns_spr_islaendisch_corn.pdf

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